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3SPIN Learning an der DHBW – Immersive Lernwelten selbst gestalten

Lernen im Wandel: Von Wissensvermittlung zu Kompetenzentwicklung

Die Anforderungen an Hochschulabsolventinnen und -absolventen verändern sich grundlegend. Neben fachlichem Wissen gewinnen Handlungskompetenz, Reflexionsfähigkeit, Kommunikationsstärke sowie digitales Gestaltungsvermögen zunehmend an Bedeutung. Klassische Lehrformate, die primär auf lineare Wissensvermittlung und reproduktives Lernen ausgerichtet sind, stoßen vor diesem Hintergrund an ihre Grenzen.

Immersive, interaktive und erfahrungsbasierte Lernansätze bieten hier neue Perspektiven. 3SPIN Learning steht für ein Lernkonzept und eine technologische Plattform, die Lernen konsequent als aktiven, erlebnisorientierten und reflektierten Prozess versteht. Ziel ist es, Lernende nicht nur mit Inhalten zu versorgen, sondern sie aktiv in realitätsnahe Situationen einzubinden und Lernprozesse nachhaltig zu gestalten.

3SPIN Learning: Immersion, Interaktion und Eigenverantwortung

3SPIN Learning basiert auf der Grundidee, dass nachhaltiges Lernen insbesondere dann entsteht, wenn Erleben, Handeln und Reflexion systematisch miteinander verknüpft werden. Die Plattform ermöglicht die Erstellung immersiver Lernumgebungen, in denen Lernende Entscheidungen treffen, Handlungsoptionen erproben und deren Konsequenzen reflektieren können.

Ein zentrales Merkmal ist der No-Code-Ansatz: Immersive Lernwelten lassen sich ohne Programmierkenntnisse entwickeln. Der Fokus liegt damit nicht auf technischer Komplexität, sondern auf didaktischer Gestaltung, Szenariologik und Lernzielorientierung. Lernende werden nicht nur Nutzerinnen und Nutzer von Lerninhalten, sondern aktive Gestalter von Lernprozessen.

Einsatz an der Duale Hochschule Baden-Württemberg: Studierende entwickeln eigene VR-Welten

An der DHBW wird 3SPIN Learning gezielt eingesetzt, um Studierenden die Möglichkeit zu eröffnen, eigene immersive Lern- und Anwendungsszenarien zu konzipieren, umzusetzen und zu reflektieren. Dabei steht nicht die passive Nutzung von VR-Inhalten im Vordergrund, sondern deren eigenständige Entwicklung im Rahmen von Lehrveranstaltungen, Projekten und interdisziplinären Lernsettings.

Studierende gestalten dabei unter anderem:

  • simulationsbasierte Kommunikations- und Führungsszenarien,
  • interaktive Lernräume zu Nachhaltigkeit, Sicherheit oder Kundeninteraktion,
  • virtuelle Planspiele und Entscheidungsszenarien,
  • didaktisch strukturierte VR-Lernumgebungen für andere Studierende.

Dieser Ansatz verbindet theoretische Inhalte mit praktischer Umsetzung. Lernziele, Nutzerführung, Interaktionslogiken und Reflexionsphasen müssen bewusst geplant und umgesetzt werden. VR wird damit nicht nur als Medium genutzt, sondern als didaktisches Gestaltungsinstrument verstanden.

Kompetenzorientiertes Lernen durch immersive Gestaltung

Der Einsatz von 3SPIN Learning in der Hochschullehre unterstützt mehrere Kompetenzdimensionen gleichzeitig:

  • Fachkompetenz: Inhalte müssen durchdrungen werden, um sie sinnvoll in immersive Szenarien zu überführen.
  • Methodenkompetenz: Studierende lernen, Lernprozesse zu strukturieren, Szenarien zu entwickeln und Evaluation mitzudenken.
  • Digitale Kompetenz: Der reflektierte Umgang mit XR-Technologien wird praxisnah erlernt.
  • Sozialkompetenz: Viele VR-Projekte entstehen in Teams und erfordern Kommunikation, Abstimmung und Feedback.
  • Selbstkompetenz: Eigenverantwortliches Arbeiten, iterative Verbesserung und Selbstreflexion stehen im Mittelpunkt.

Gerade im dualen Studium entsteht so eine enge Verzahnung von theoretischem Wissen, praktischer Erfahrung aus dem Unternehmen und immersiver Simulation.

Didaktischer Mehrwert: Lernen durch Gestaltung

Ein zentrales didaktisches Prinzip von 3SPIN Learning ist der Perspektivwechsel vom Konsumieren zum Gestalten. Lernende entwickeln nicht nur Inhalte, sondern setzen sich intensiv mit der Frage auseinander, wie Lernen wirksam gestaltet werden kann. Dieser Gestaltungsprozess fördert tiefes Verständnis, kritisches Denken und nachhaltigen Wissenstransfer.

Fehler werden dabei bewusst als Lerngelegenheiten genutzt. Reflexion ist kein nachgelagerter Schritt, sondern integraler Bestandteil des Lernprozesses. Lernen wird so als dynamischer Entwicklungsprozess verstanden.

Fazit: Zukunftsfähige Hochschullehre mit 3SPIN Learning

3SPIN Learning steht für ein zeitgemäßes Verständnis von Lehre: kompetenzorientiert, praxisnah und technologiegestützt. Die Integration an der DHBW, insbesondere mit dem Fokus auf die eigenständige Entwicklung von VR-Welten durch Studierende, verdeutlicht das Potenzial immersiver Lernansätze für eine zukunftsfähige akademische Ausbildung. Lernen wird damit nicht nur effektiver, sondern auch nachhaltiger, motivierender und anschlussfähig an die Anforderungen einer zunehmend digitalen und komplexen Arbeitswelt.